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A D V E N T

 

Propheten Cocktails

 

Micha - Amos - Jeremia - Jesaja

 

Zyklus

in 4 Bildern mit Kernaussagen.

Ausführliche Interpretationen im Begleitheft.

 

4 Leinwandbilder mit einem Propheten-Cocktail Querformat 60 cm x 40 cm  . . .  oder

1 Groß-Leinwandbild mit den 4 Propheten-Cocktails im Querformat 120 cm x 80 cm


 

P A S S I O N

 

Zyklus in 19 Großleinwandbildern

 

+ Sukkot - Abendmahl - Gethsemane

+ Interpretationen der 14 klassischen Kreuzwegstationen

+ Auferstehung Ostern           

 

Einzelformat: 1.20 x 0.80 Meter

Ausstellungsfläche 20-30 Meter

 

 

Angerichtet auf Tellern in Reminiszenz zum jüdischen Seder-Teller, der zum Menü des Narrativs der Befreiung und Erlösung Israels einlädt. Der Hauptgang präsentiert sich traditionell mit den 14 Gängen des christlichen Kreuzwegs. Das Horsd’œuvre, ein Festmahl unter 1000 Sternen über familiären Séparées im Zentrum jüdischen Glaubens und römischer Macht im Tempel von Jerusalem beim Laubhüttenfest Sukkot. Jesu Kritik am politisch-religiösen Gourmet-Tempel wird zum Sakrileg. Der bis heute täglich im jüdischen Morgengebet angerufene Ewige rettet ihn nicht vor dem Urteil jüdischer und römischer Haubenträger.

 

Rettung und Erlösung laden verführerisch zum fastfood ein, betörend angerichtet mit dem Duft der Rose. Nur, ihr Duft, ihr Geschmack, Sinn und Leben, Erlösung, ist nicht ohne den Kontrapunkt, den Gestank, die Geschmacklosigkeit, das Gift, den Tod, den Un-Sinn, ohne das Kreuz zu haben. Spitzenköche der Weltgeschichte haben angerichtet, was Menschen zu Fall bringt - Kriege, Schoah und religiöses Convenience-Food aus erlösungsreichem Glutamat. Unerträglich für einen allein, auch für Jesus. Andere müssen das Kreuz auf sich nehmen, um zum nächsten Gang zu kommen. Das Unerträgliche löst Bilder aus, die festhalten wollen, was nicht festzuhalten ist. Schon damals eine ZEISS-IKON, die verspricht, ein Verum IKON von Jesus zu bekommen?

 

Das Bittere treibt Frauen Tränen in die Augen, berührt, was sie selber lähmt und quält. Gerade die, die nicht loslassen können von dem, was sie zur Welt bringen, auch wenn alle Bande dazu zerrissen sind. Der Erlöser, hingerichtet ohne den letzten Habitus, Mantel und Signum seiner jüdischen Identität. Andere werfen darüber das Los. Hingerichtet vor den Augen derer, die ihre religiösen und politischen Hoffnungen in seinem Ende zerbrochen sehen. Hingerichtet zwischen dem Himmel ihrer Träume und ihrer die Erde verleugnenden Realität.

 

Der Erlöser, festgenagelt, um loszulassen von letztem Halt, um frei zu werden für neues Leben. Erlösung dem Erlöser. Aufgerichtet im Tod. Noch einmal zurückgelegt in das Dunkel des Mutterschoßes, in ein Grab, das ihn nicht hält. Umsonst die Suche der Vertrauten nach dem, der er für sie war. Allein die Tücher bleiben und ein ewiger Nachgeschmack. Und das einfache Rezept von Brot und Wein, angerichtet als himmlisches Gastmahl für so viele.

 


"Wenn man etwas lernen will  . . .

 

dann muss man sich Dingen aussetzen, die einen mäßig, aber immerhin doch überfordern. Das heißt, auch zu einer weiteren und tieferen Sicht zu Sicht zu stimulieren ... mehr zulassen, als einem momentan verständlich ist. . . .

Das Heilige braucht das Vitalste der Zeit. Nicht irgendwie einen Abklatsch, eine sterile Wiederholung alter Formen  . . ."

 

Bischof Glettler

Interview in Rom mit Gudrun Sailer/Vatican News, Juni 2019 (KATHPRESS, Wien)

(Foto: R. Behr, Innsbruck 2019)